Projekt
Havixbeck – eine Gemeinde mit Potential
Ziele des Projekts
Die Notwendigkeit, den CO2 Ausstoß zu verringern, wird inzwischen nicht nur von Fachleuten, sondern auch vom normalen Bürger intensiv diskutiert. Internationale Verhandlungen, in denen Reduktionsziele vereinbart werden sollen, nehmen großen Raum in Politik und Medien ein. Diese Verhandlungen sind mit dem Problem des Klimawandels und der Sicherung der Energieversorgung in der Zukunft eng verknüpft. Das Ziel des Projektes ist die Erstellung einer Photovoltaikkarte für die Gemeinde Havixbeck, um erste Hinweise darüber zu bekommen,
- welchen Beitrag Solaranlagen zur Erzeugung elektrischer Energie in einer Gemeinde leisten können und
- ob das Eigenheim interessierter Bürgerinnen und Bürger für die Installation einer Photovoltaikanlage grundsätzlich geeignet ist.
Entstehungsgeschichte des Projekts
Das Projekt „Solarenergiepotentialkataster für Havixbeck“ wurde schon im Jahr 2009 begonnen, als der damalige Jahrgang 12 einen Teil von Havixbeck vermessen hatte, nachdem die Schülerinnen und Schüler sich bereits in der Projektwoche 2008 mit Solarenergienutzung beschäftigt hatten.
Wir, die jetzige Jahrgangsstufe 12, haben dieses Projekt nun in der Projektwoche 2010 fortgesetzt bzw. erweitert. Somit konnten in diesem Jahr auch die letzten Gebiete Havixbecks aufgenommen werden.
Havixbeck ist nun komplett mit Informationen über das Solarpotential seiner Häuser versorgt.
Weitere Gruppen waren in Tilbeck und Hohenholte unterwegs. Diese beiden Dörfer können sich nun auch hier über das Solarpotential der Häuser informieren.
Faktoren für die Bestimmung des Solarpotentials
Für die Bestimmung des Solarpotentials haben wir zu Grunde gelegt:
- Eine ideale Dachneigung von 30 ° bis maximal 50 °
- Ausrichtung des Hauses nach Süden, mit einer Abweichung nicht höher als 30 °
- Die Dachfläche sollte mindestens eine Größe von 20 m2 haben
- Verschattung, z.B. durch hohe Bäume oder Gebäude kann das Solarpotential des Hauses stark einschränken
- Die verschiedenen Dachformen sind in die Überlegungen eingegangen
Arbeitsschritte
Zur Bestimmung des Solarpotentials gingen die Schülerinnen und Schüler folgendermaßen vor:
- Einführung in die Thematik durch Vertreter des Institutes für Geoinformatik sowie der Firma Sk-Solar (Havixbeck)
- Einführung in die Arbeit mit dem Sextanten
- Datenerhebung im Feld (Dachneigung, Dachform, Verschattung, Anzahl der Gauben, Verschattung)
- Berechnung der effektiven Dachflächen aus den erhobenen Daten mittels folgender Formel: Nutzbare Fläche für Solaranlagen = (Dachfläche vom Satellitenbild)/(2 *〖 cos〗 〖 (Dachneigung〗))
- Messung der Ausrichtung der Gebäude am Computer
- Bildung der Kategorien nach Eignungsgrad abstuft
- Das Landesvermessungsamt NRW lieferte Geodaten der Gebäudegrundrisse
- Die Daten wurden zusammen mit Satellitenbildern und einer topographischen Karte (Umgebungskarte 1: 5000) in ArcGIS dargestellt screenshot.
Sowohl während der Vorbereitung als auch bei der Durchführung unterstützten Studenten und Mitarbeitern des Instituts für Geoinformatik der WWU das Projekt.
Verschiedene Modularten
Es gibt verschiedene Arten von Solarmodulen, die unterschiedliche Anforderungen an Dachneigung, Ausrichtung, Verschattung und Dachfläche haben:
- Kristalline Module besitzen einen höheren Wirkungsgrad bei direkter Sonneneinstrahlung, so dass sie auch für kleinere Dachflächen geeignet sind, jedoch auf Verschattung empfindlicher reagieren.
- Dünnschichtmodule können diffuses Licht besser nutzen und lassen sich leichter verarbeiten. Allerdings ist ihr Wirkungsgrad insgesamt geringer und somit eine größere Dachfläche erforderlich.
Als Grundlage für dieses Projekt dienen kristalline Module, so dass die Einstufung auf dieser Website für Dünnschichtmodule ggf. nicht ausschlaggebend sein muss.